Historisches Schillergymnasium wird energetisch fit für die Zukunft

Bild Thomas Wrede
Die Stadt Münster hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2030 sollen durch energetische Sanierungen ihrer städtischen Gebäude 50 Prozent Energie und 70 Prozent Kohlenstoffdioxid eingespart werden.
Ein herausragendes Beispiel ist der Altbau des Schillergymnasiums im charmanten Kreuzviertel, das von Gründerzeithäusern geprägt ist. Hier sollen künftig jährlich 225.000 Kilowattstunden Energie und 28 Tonnen CO2 eingespart werden. Gleichzeitig wird die Barrierefreiheit des Gebäudes verbessert. Das Amt für Immobilienmanagement der Stadt Münster hat die Heupel GmbH mit den umfassenden Sanierungsmaßnahmen beauftragt.
Bereits 2013 und 2016 wurden die Gebäudeteile an der Heerdestraße und an der Finkenstraße durch das Büro Heupel energetisch saniert. Die Maßnahme wurde dafür im Jahr 2018 mit dem Schulbaupreis NRW ausgezeichnet. Der nun anstehende Altbau an der Gertrudenstraße, der aus dem Jahr 1907 stammt, weist einen hohen Wärmeverbrauch auf. Durch eine Innendämmung soll der Energieverbrauch drastisch gesenkt werden, während die markante Fassade des historischen Gebäudes erhalten bleibt.
Neben der umfassenden Dämmung von Wänden und Decken werden neue Fenster, Heizkörper und Leitungen installiert. Die Schule wird durch einen neuen Aufzug und eine Rampe im Bereich des Gebäudeteils Heerdestraße barrierefrei zugänglich gemacht. Als vorbereitende Maßnahme wurde bereits das nicht mehr genutzte Lehrschwimmbecken im Untergeschoss umgebaut, welches bis zur Fertigstellung der Baumaßnahmen übergangsweise das Lehrerzimmer beheimatet.
Ein Teilbereich der Sanierung ist nun bereits abgeschlossen und wurde der Schule zur Nutzung übergeben. Aus diesem Anlass fand ein Tag der offenen Tür statt.
Durch die Umstellung des Schulsystems von G8 auf G9 an den städtischen Gymnasien bedarf es am Standort des Schillergymnasiums außerdem einer Erweiterung der räumlichen Kapazitäten. Hierzu wurde durch die Heupel GmbH im Jahr 2021 eine Machbarkeitsstudie erstellt, welche nun zusätzlich zur Fassadensanierung umgesetzt wird. Um den erhöhten Flächenbedarf umsetzen zu können, wird unter anderem der Bauteil Finkenstraße durch einen Holzbau aufgestockt. Diesen letzten Bauabschnitt werden die Heupel GmbH und die assmann gruppe gemeinsam umsetzen.